Für den einen mag es eine unfreundliche Anfeindung sein. Für den anderen bedeutet es etwas Positives. So auch für Claudia Otto, Dipl.-Sozialpädagogin und Mediatorin; sie hat sich diesen Satz zum Motto gemacht. Klar kommunizieren, um klar zu kommen.

Wir kennen uns schon einige Jahre. Doch einige Fragen blieben bislang ungeklärt. Deshalb habe ich ihr diese 3 Fragen gestellt.

Wie bist du zur „klaren Kommunikation“ gekommen?

In meiner Zeit als Schulsozialarbeiterin habe ich erlebt, wie Konflikte durch eine unachtsame Sprache entstehen und eskalieren. Ich habe erlebt, dass nur ein kleines Wort einen riesigen Unterschied machen kann und natürlich der Ton die Musik macht. Ich habe festgestellt, dass Körpersprache extrem wichtig ist beim „Versenden“ einer Nachricht und dass die Haltung gegenüber anderen Menschen den Unterschied macht. Und… wie wichtig ZUHÖREN ist. Ich habe in dieser Zeit so viel über menschliche Kommunikation gelernt und mich entsprechend weitergebildet (u. a. zur Mediatorin), dass ich das Bedürfnis verspürt habe, alles, was ich gelernt hatte, weiterzugeben. Damit ist die Hoffnung auf ein friedlicheres Miteinander verbunden.

Wo siehst du die Herausforderungen im Alltag, klar zu kommunizieren?

Die Herausforderung für klare Kommunikation im Alltag ist ganz klar der Alltag… Wichtig ist mir ja nicht nur die klare Kommunikation, sondern vor allem eine wertschätzende Kommunikation. Die leidet ganz klar, wenn man z. B. durch Alltagssorgen, Stress und Ungeduld unachtsam gegenüber seinen Mitmenschen wird. Denn in unsere Kommunikation fließen ja auch alle unsere Gefühle und vor allem auch erfüllte und unerfüllte Bedürfnisse mit ein. Wir nehmen Dinge persönlich, werten sie vielleicht anders als sie gemeint waren und reagieren dann unsererseits unangemessen. Außerdem empfinde ich es als Herausforderung im Alltag, dass wir täglich konfrontiert werden mit Hass-Kommentaren, Populismus, Beleidigungen und dem Abwerten von Menschen und das fast zur Normalität gehört. Ich bin erschrocken darüber, dass viele Menschen sich davon nicht abgestoßen, sondern eher angezogen fühlen. Orientierung zu finden, in so einer Zeit, ist nicht einfach, aber es lohnt sich, dranzubleiben und positive, wertschätzende Alternativen in der alltäglichen Kommunikation aufzuzeigen.

Gibt es besondere Begegnungen in deinem Leben, die dich nachhaltig beeinflusst haben?

Oh ja, bezogen auf den Job sind es vor allem zwei Kommunikationstrainer*innen, die ich im Rahmen von Seminaren zum Thema wertschätzende und gewaltfreie Kommunikation kennengelernt habe und die ich sehr für ihre Haltung gegenüber Menschen und die ruhige, souveräne Art bei der Lehre bewundere. Die Begegnung mit ihnen hat mich in dem Wunsch bestätigt, mit Menschen das Thema Kommunikation zu reflektieren und mein Wissen weiterzugeben. Inzwischen habe ich meinen ganz eigenen Lehrstil gefunden, aber dieselbe HALTUNG gegenüber Menschen wie meine beiden Vorbilder. Ich weiß, dass ich meine eigenen Stärken habe und viele Teilnehmer*innen meiner Workshops meine lebendige Art und den Humor, mit denen ich die Themen vermittle, schätzen. Ich merke oft, wie meine Begeisterung für das Thema Kommunikation auf sie abfärbt und sie inspiriert. Und das ist es ja, worum es mir geht!

Wenn du mehr über Claudia und ihre Arbeit wissen willst, dann klicke auf https://komm-klar.de/ . Ihr Angebot richtet sich an Schulen, Privatpersonen, Kitas, Unternehmen.

Ich selbst schätze eine klare Kommunikation auch in meinem Arbeitsalltag sehr. Dadurch wird vieles einfacher und Fehler können vermieden werden. Natürlich sollte auch Kritik klar und konstruktiv kommuniziert werden. Das Gleiche gilt für ein Lob 😉

Dein Tag hat nur 24 Stunden. Deshalb solltest du jede Minute nutzen und keine Missverständnisse aufkommen lassen!

Soll ich dir den Rücken frei halten? Dann schreibe mir unter info@buerokram24.de.